Nachhaltig unterwegs mit Bus, Bahn und Fahrrad

Ohne eigenen Pkw im Allgäu und am Bodensee unterwegs sein. Das Team der Mobilitätszentrale gibt Anregungen, wie das möglich ist, zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit oder bei einem Ausflug Richtung Bodensee, in die Berge oder in eine der Isnyer Nachbarstädte. Bei vielen Fahrten lohnt es sich, das Auto stehen zu lassen.

Pendeln mit Bus und Fahrrad

Ohne das eigene Auto zur Arbeit kommen - was für die einen unvorstellbar ist, ist für andere Alltag. Die Erfahrungsberichte zeigen, dass das Pendeln mit Bus und Fahrrad Spaß macht und regen zum Nachahmen an.

Nachhaltige Ausflüge

Ausflüge ohne eigenen Pkw haben viele Vorteile: man kann der Hektik des Straßenverkehrs entgehen und das Erlebnis beginnt bereits vor der Haustür. Außerdem entfällt die Parkplatzsuche und Wanderer müssen keinen Rundweg wählen, sondern können von A nach B wandern und kommen mit dem Bus oder der Bahn wieder zum Ausgangspunkt zurück. In den Ausflugsflyern der Mobilitätszentrale sind einige Vorschläge für Ausflüge mit dem Bus zusammengestellt.

Nachhaltig unterwegs in den Bergen

Auch bei Bergtouren ist oftmals die Anreise mit Bus und Bahn möglich. Einen Überblick über die Anfahrtsmöglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln bietet der Netzplan mit Bergzielen für den Sommer 2026 (Quelle: Michael Vitzthum/DAV). Die Vorteile sind vielfältig: die Parkplatzsuche entfällt, man muss keinen Rundweg wählen und sowohl für Einzelreisende als auch für Gruppen werden verschiedene günstige Tickets angeboten.
Der DAV Kempten und Berchtold-Reisen bieten mit dem Allgäuer Bergbus von Mai bis September spezielle Fahrten in verschiedene Allgäuer Wandergebiete an.

Infos & Kontakt

Mobilitätszentrale und DB-Agentur Isny
Birgit Hochlenert
Unterer Grabenweg 18
88316 Isny im Allgäu
+49 7562 97354-03
info@mobizentrale-isny.de
Visitenkarte

Öffnungszeiten
Montag ab 09:00 Uhr geöffnet
Mo, Di, Do, Fr 
09:00-12:30
und
13:30-17:00

Mi, Sa, So 
geschlossen


Ausflug nach Oberstaufen und Stiefenhofen

Oberstaufen ist heilklimatischer Kurort und einziger Schroth-Kurort in Deutschland. Schon vom Bahnhof aus kann man gemütlich die erste Wanderung rund um den Staufen, den Hausberg der Marktgemeinde machen (ca. 1,5 Stunden) Der Ort selber lädt zum Bummeln durch die Geschäfte der Fußgängerzone. Ob Tracht, regionale Spezialitäten oder Geschenke, der Allgäuer Ort hat viel zu bieten.

Weitere Informationen und Fahrplanauszug

Blick auf die Allgäuer Naturlandschaft und den Hochgrat.

Eistobel entdecken

Rauschende Stromschnellen, gewaltige Wasserstrudel und donnernde Wasserfälle: die Obere Argen frisst sich seit Jahrtausenden durch die Gesteinsschichten der Alpen. Bis heute formt der Fluss mit der Kraft des Wassers die Landschaft und gestaltet den Lebensraum von seltenen Pflanzen- und Tierarten. Die so entstandene Gebirgsschlucht, Eistobel genannt, ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer.

Weitere Informationen und Fahrplanauszug

Neuer Bus am Busbahnhof

Unterwegs in Neutrauchburg und Rohrdorf

Neutrauchburg, ein idyllischer Ort im Allgäu, ist nicht nur ein anerkannter Heilklimatischer Kurort, sondern auch ein moderner Gesundheitsstandort, der sich zwei Kilometer nördlich der Kernstadt von Isny befindet. Der Ort hat sich seit den 1950er-Jahren zu einem bekannten Kur- und Rehabilitationsstandort entwickelt und ist heute vor allem für seine medizinischen Einrichtungen bekannt.

Rohrdorf ist idealer Ausgangspunkt für Wanderungen auf die Adelegg. Gut ausgeschilderte Wanderwege führen von hier zum Beispiel zum höchsten Gipfel des voralpinen Höhenzuges, dem Schwarzen Grat (1.118 m) oder nach Eisenbach, einem ehemaligen Glasmacherdorf im Kreuzthal.

Weitere Informationen und Fahrplanauszug

Luftbild Neutrauchburg Liane Menz

Mit dem Pedelec von Oberstaufen nach Isny

Birgit Hochlenert, die Fachfrau am Bahnschalter in der Mobilitätszentrale, pendelt so oft es geht, mit dem Fahrrad zwischen Oberstaufen und Isny. Hier ihr Bericht:

Hätte ich mir kein Pedelec gekauft, wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen, den Arbeitsweg von Oberstaufen nach Isny mit dem Fahrrad zurück zu legen. So erschien es mir wenigstens einen Versuch wert. Heute freu ich mich auf jeden trockenen Tag, an dem ich mich auf das Fahrrad schwingen kann.

So geht es in der kühlen Morgenluft über Buflings nach Zell und dann, fast autofrei, entlang der Oberen Argen nach Unterthalhofen. Nach einem kurzen Anstieg in Harbatshofen muss ich für 200 m auf die Hauptstraße, um dann wieder auf sicherem Radweg durch Grünenbach bis zur Argentobelbrücke zu gelangen. Hier fehlt leider auf 500 Metern ein Radweg, was sich aber mit einem kurzen Schlenker Richtung Riedholz - an der Agatha Kapelle scharf links - umfahren lässt. Dann geht es über Happach und Vorholz gemütlich nach Isny. Hier spare ich mir die Maierhöfener Straße und fahre stattdessen auf dem Karl-Friedrich-Heider-Weg in die Stadt. Was mit Rücksicht auf Gassigeher, Spaziergänger und Jogger kein Problem ist. Von den zurückgelegten 19 Kilometer sind drei Kilometer Feldwege, 16 Kilometer Fahrradwege oder kaum befahrene Nebenstraßen, und nur rund einen Kilometer muss ich mir die Straße mit Autos teilen. Der Zeitaufwand ist mit 53 Minuten im Verhältnis zum Auto mit 30 Minuten von der Haustür bis zur Bürotür auch völlig in Ordnung.

Wenn nach dem Arbeitstag noch etwas Power übrig ist und kein Gewitter droht, gibt es für den Rückweg am Abend eine Vielzahl an interessanten Varianten. Über Motzgatsried und Ebratshofen oder am Waldbad vorbei über Horben, oder Pferrenberg und Königsalpe oder, oder, oder. Auch nach eineinhalb Jahren finde ich immer noch Wege, die ich noch nicht gefahren bin. So fühlt sich der Heimweg dann schon fast wie Urlaub an.

Blick auf die Allgäuer Naturlandschaft und den Hochgrat.
Blick auf den grünen Kurpark Isny mit Grabenweiher.
Bodensee mit Pfahlbaumuseum

Im Arbeitskreis Nachhaltige Mobilität machen sich BürgerInnen unter anderem Gedanken darüber, wie man im Alltag und in der Freizeit umweltfreundlich unterwegs sein kann. Der Arbeitskreis hat einige Ausflugstipps für Ziele zusammengestellt, die mit Bus und Bahn gut erreichbar sind.