Nachhaltig unterwegs mit Bus, Bahn und Fahrrad

Ohne eigenen Pkw im Allgäu und am Bodensee unterwegs sein. Das Team der Mobilitätszentrale gibt Anregungen, wie das möglich ist, zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit oder bei einem Ausflug Richtung Bodensee, in die Berge oder in eine der Isnyer Nachbarstädte. Bei vielen Fahrten lohnt es sich, das Auto stehen zu lassen.

Pendeln mit Bus und Fahrrad

Ohne das eigene Auto zur Arbeit kommen - was für die einen unvorstellbar ist, ist für andere Alltag. Die Erfahrungsberichte zeigen, dass das Pendeln mit Bus und Fahrrad Spaß macht und regen zum Nachahmen an.

Nachhaltige Ausflüge

Ausflüge ohne eigenen Pkw haben viele Vorteile: man kann der Hektik des Straßenverkehrs entgehen und das Erlebnis beginnt bereits vor der Haustür. Außerdem entfällt die Parkplatzsuche und Wanderer müssen keinen Rundweg wählen, sondern können von A nach B wandern und kommen mit dem Bus oder der Bahn wieder zum Ausgangspunkt zurück. In den Ausflugsflyern der Mobilitätszentrale sind einige Vorschläge für Ausflüge mit dem Bus zusammengestellt. Derzeit werden die neuen Flyer für das Jahr 2024 erarbeitet. Bis diese fertig sind, können die Broschüren aus dem Jahr 2023 als Anregung dienen.

Nachhaltig unterwegs in den Bergen

Auch im Winter kann man mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Berge fahren. Viele lohnenswerte Ziele lassen sich ohne Pkw erreichen. Auf der Homepage des DAV wird der Netzplan Winter 2024 mit vielen Tipps und Tricks zur Verfügung gestellt.

Infos & Kontakt

Mobilitätszentrale und DB-Agentur Isny
Birgit Hochlenert
Unterer Grabenweg 18
88316 Isny im Allgäu
+49 7562 97354-03
info@mobizentrale-isny.de
Visitenkarte

Öffnungszeiten
Donnerstag ab 09:00 Uhr geöffnet
Mo, Di, Do, Fr 
09:00-12:30
und
13:30-17:00

Mi, Sa, So 
geschlossen


Pendeln mit dem Bus von Wangen nach Isny

Lena Klause, Mitarbeiterin der Mobilitätszentrale Isny, fährt seit einer Weile regelmäßig mit dem Bus zur Arbeit und berichtet über ihre Erfahrungen.

Seit einiger Zeit gibt es einen halbstündlichen bis stündlichen Takt auf der Buslinie R41 (Isny-Wangen). Und dies wochentags von morgens früh um 04:38 Uhr bis nachts um 00:30 Uhr und am Wochenende von 06:08 Uhr bis 00:30 Uhr (ab Isny). Zusammen mit dem kostengünstigen Deutschlandticket brachte mich das dazu, das Auto versuchsweise stehen zu lassen und mit dem Bus zur Arbeit zu fahren.

Was ursprünglich nur als Experiment gedacht war, stellte sich als entspanntes Pendeln heraus und ich blieb dabei. Ich sehe es als Vorteil, dass ich nicht selbst fahren muss, sondern stattdessen Musik oder einen Podcast hören oder etwas lesen kann. Während ich mit dem Auto oft schon latent angespannt bei der Arbeit ankam, kann ich im Bus den Blick über das wunderschöne Westallgäu im Jahreswechsel schweifen lassen und meinen Gedanken nachhängen. Als großen Vorteil sehe ich es außerdem, dass ich bei gutem Wetter den Hinweg mit dem Fahrrad und den Rückweg mit dem Bus machen kann (und am Folgetag dann einfach andersherum).

An schönen Tagen bietet es sich zudem an, die Fahrt für eine kleine Feierabendwanderung zu unterbrechen und eine halbe oder ganze Stunde später an einer anderen Haltestelle wieder einzusteigen. Gut geht das beispielsweise zwischen „Argenbühl Gaischachen“ und „Argenbühl Eisenharz, Isnyer Straße“ (Teil des Aphorismen- und Zitate Wanderwegs St. Exupéry). Alternativ bietet sich auch ein Spaziergang von „Argenbühl Moorbad“ nach „Argenbühl Eglofs, Feriendorf“ an. Für mich wiegen all diese Vorteile die paar Minuten, die der Bus länger braucht, durchaus wieder auf und ich kann es sehr empfehlen, das Buspendeln einfach mal auszuprobieren.

Bus im Isny Layout am Busbahnhof am Kurhaus
Isny-Bus in Wangen

Mit dem Pedelec von Oberstaufen nach Isny

Birgit Hochlenert, die Fachfrau am Bahnschalter in der Mobilitätszentrale, pendelt so oft es geht, mit dem Fahrrad zwischen Oberstaufen und Isny. Hier ihr Bericht:

Hätte ich mir kein Pedelec gekauft, wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen, den Arbeitsweg von Oberstaufen nach Isny mit dem Fahrrad zurück zu legen. So erschien es mir wenigstens einen Versuch wert. Heute freu ich mich auf jeden trockenen Tag, an dem ich mich auf das Fahrrad schwingen kann.

So geht es in der kühlen Morgenluft über Buflings nach Zell und dann, fast autofrei, entlang der Oberen Argen nach Unterthalhofen. Nach einem kurzen Anstieg in Harbatshofen muss ich für 200 m auf die Hauptstraße, um dann wieder auf sicherem Radweg durch Grünenbach bis zur Argentobelbrücke zu gelangen. Hier fehlt leider auf 500 Metern ein Radweg, was sich aber mit einem kurzen Schlenker Richtung Riedholz - an der Agatha Kapelle scharf links - umfahren lässt. Dann geht es über Happach und Vorholz gemütlich nach Isny. Hier spare ich mir die Maierhöfener Straße und fahre stattdessen auf dem Karl-Friedrich-Heider-Weg in die Stadt. Was mit Rücksicht auf Gassigeher, Spaziergänger und Jogger kein Problem ist. Von den zurückgelegten 19 Kilometer sind drei Kilometer Feldwege, 16 Kilometer Fahrradwege oder kaum befahrene Nebenstraßen, und nur rund einen Kilometer muss ich mir die Straße mit Autos teilen. Der Zeitaufwand ist mit 53 Minuten im Verhältnis zum Auto mit 30 Minuten von der Haustür bis zur Bürotür auch völlig in Ordnung.

Wenn nach dem Arbeitstag noch etwas Power übrig ist und kein Gewitter droht, gibt es für den Rückweg am Abend eine Vielzahl an interessanten Varianten. Über Motzgatsried und Ebratshofen oder am Waldbad vorbei über Horben, oder Pferrenberg und Königsalpe oder, oder, oder. Auch nach eineinhalb Jahren finde ich immer noch Wege, die ich noch nicht gefahren bin. So fühlt sich der Heimweg dann schon fast wie Urlaub an.

Oberstaufen Hochgrat
Grabenweiher

Mit dem Rad pendeln - zwischen Wangen und Isny

Lena Klause von der Mobilitätszentrale Isny ist letzten Sommer mit dem Rad von Wangen nach Isny zur Arbeitsstelle gependelt. Darüber hat sie einen Erfahrungsbericht geschrieben:

Ich hatte es mir schon länger fest vorgenommen, den Arbeitsweg von Wangen nach Isny mit dem Pedelec zu fahren. Zumindest ein bis zweimal wöchentlich von Frühjahr bis Spätherbst. Doch wie so oft dauert es, bis man etwas Neues ausprobiert und mit dem Bus funktionierte es – dem Regiobus R41 und Deutschland-Ticket sei Dank – ja ebenfalls wunderbar. Unsicher war ich noch, wie ich am besten und flottesten durchs Bodenmöser und Rotmoos fahren kann. Denn klar war: wenn Fahrradfahren, dann nicht entlang der vielbefahrenen Bundesstraße B12.

Im August 2023 verlockten mich die schönen Sommertage, morgens noch im Kühlen draußen sportlich unterwegs zu sein und die warmen Sommerabende im wunderschönen Allgäuer Hügelland und nicht in einem Fahrzeug zu verbringen. Auf dem Hinweg von Wangen ist etwas mehr Steigung zu überwinden und ich plane ca. 5 Minuten mehr ein, um entspannt anzukommen. Auf dem Rückweg geht es dafür viel bergab, was richtig Laune macht. Einplanen sollte man sich ca. 55 Minuten für den Fahrweg von Zentrum zu Zentrum, wenn man trotz e-Unterstützung eher flott in die Pedale tritt.

Allen die es ebenfalls mal ausprobieren möchten lege ich folgende Route ans Herz: zunächst der grün-weiß beschilderten Fahrradroute ab dem Kreisel am Wangener P14 in Richtung Isny folgen – Oskar-Farny-Weg – Ludwig-Maurer-Weg – in Epplings Richtung Gießen abbiegen – in Gießen rechts Richtung Eglofs – dann gleich wieder links Richtung Hochberg/Laidratz/Schnaidt – der Fahrradbeschilderung Richtung Isny/Eisenharz folgen – kurz die Aussicht nach Schnaidt genießen, dann links nach Eisenharz – den Ort durchqueren und auf der Kirchstraße wieder verlassen – beim Böschleshof rechts abbiegen – ab hier die Fahrradbeschilderung ignorieren und der Fußwegbeschilderung nach Isny bzw. zur Bodenmühle folgen - auf Kieswegen durchs Bodenmöser – hier wird der Weg kurz einmal einspurig – bei der Bodenmühle die K8016 queren und weiter durchs Rotmoos Richtung Isny – am Stadtbach entlang bis „Am Schlößle“, Isny.
Diese 2 Stunden am Tag auf dem Rad waren wunderbar und im Vergleich zum Pendeln mit dem Auto kam ich stressfrei, wach und sehr zufrieden an meinem Ziel an.

Wegweiser Gießen_Lena Klause
Fahrrad im Rotmoos mit Stadtsilhouette im Hintergrund Lena Klause

Nachhaltig unterwegs im Oberallgäu

In Immenstadt, Sonthofen, Fischen, Oberstdorf und Oy-Mittelberg gibt es viel zu entdecken. Viele verschiedene Wanderungen und Spaziergänge können direkt ab den Bahnhöfen unternommen werden und im Bahnhof Oy-Mittelberg kann man in eine glitzernde Welt eintauchen: mehr als 3000 Exponate verschiedenster Kristalle sind dort in der Steinerlebniswelt zu sehen. Für Bergfans liegt die Talstation der Mittagbahn in Immenstadt fußläufig nur 10 Minuten vom Bahnhof entfernt.

Blick auf den großen Alpsee

Nachhaltig unterwegs in Oberschwaben, am Bodensee, im Westallgäu

Auf geht´s zum Bauernhausmuseum in Wolfegg, zur Burg Meersburg oder auch zur Bodensee-Therme nach Überlingen. Das Besondere: für alle diese Ausflugsziele kann die bodo-GruppenTageskarte für nur 19 Euro genutzt werden. Bis zu 5 Personen fahren mit diesem Ticket von Montag bis Freitag ab 8.30 Uhr, an Samstag, Sonn- und Feiertagen ganztägig günstig durchs gesamte bodo-Netz. Das Team der Mobilitätszentrale hat einige Tages- und Halbtagesfahrten zusammengestellt.

Burg Meersburg

Nachhaltig unterwegs mit dem Bus

Die Liste der Ausflugsziele, die ab Isny mit dem Bus mit einem oder sogar ohne Umstieg erreicht werden, ist lang: Alt-Trauchburg, Bad Wurzach, Buchenberg, Eglofs, Eistobel, Kempten, Leutkirch, Urlau, Maierhöfen, Oberstaufen, Ravensburg, Rohrdorf, Weiler-Simmerberg und Wangen warten darauf, entdeckt zu werden. Egal ob Kunstliebhaber, Wanderer, Museumsbesucher oder Spaziergänger - hier ist für jeden was dabei.

Neuer Bus am Busbahnhof

Nachhaltig unterwegs am Bodensee

Mit dem Bodensee Ticket Bahn/Bus/Fähre geht es ans schwäbische Meer. Das Ticket gibt es als Tageskarte oder als 3-Tages-Pass. Die Bodensee-Anrainer Deutschland, Österreich und Schweiz können damit günstig bereist werden. Auch die Fähre über den See von Friedrichshafen nach Romanshorn kann man mit dieser Fahrkarte nutzen.

Hafen Lindau
Bodensee mit Pfahlbaumuseum

Im Arbeitskreis Nachhaltige Mobilität machen sich BürgerInnen unter anderem Gedanken darüber, wie man im Alltag und in der Freizeit umweltfreundlich unterwegs sein kann. Der Arbeitskreis hat einige Ausflugstipps für Ziele zusammengestellt, die mit Bus und Bahn gut erreichbar sind.