Wandern auf der Adelegg
Die Adelegg ist letzter Ausläufer der Allgäuer Alpen und bietet einen einmalig schönen Blick. Wanderer erwartet das weitläufige Voralpenland bis zum Bodensee auf der einen, das Panorama der Alpen- und Nagelfluhkette auf der anderen Seite.
Die andauernde Erosion, der nur das harte Nagelfluhgestein widerstand, schuf steile, schroffe und kaum zugängliche Tobel. Auch finden in dem Flora-Fauna-Habitat-Gebiet und europäischen Vogelschutzgebiet viele seltene Vogelarten einen sicheren Lebensraum.
Die Besiedlung der Adelegg reicht weit zurück. Bereits 1188 gründeten Benediktiner den ersten Lehenshof auf dem Herrenberg. Ihnen folgten im 17. Jahrhundert die Glasbläser, die etliche große Waldflächen rodeten. Auf den Kahlschlägen wurden zuerst bäuerliche Gemüse und Getreide angebaut, bevor sich blumen- und kräuterreiche Alpen entwickelten.
Der Wechsel von Wäldern zu Alpwiesen macht heute den besonderen Charakter der Adelegg aus. Der Bergrücken ist Heimat von unzähligen Pflanzen- und Tierarten, darunter Gams, Arnika, Schwarzstorch, Weißrückenspecht und Alpensalamander.
Bis zum Schwarzen Grat auf 1.118 m
Am besten genießt man die Aussicht vom höchsten Berg, dem Schwarzen Grat. Wer möchte, kann die 1.118 m dort sogar um noch einmal 28 m überbieten: So hoch ist der Aussichtsturm aus Holz, von dem die Allgäuer Landschaft am besten zu bestaunen ist.
Im Sommer lädt die bewirtschaftete Alpe Wenger Egg hungrige Wanderer zu einer Rast mit herzhafter Brotzeit ein. Weitere Einkehrmöglichkeiten gibt es am Fuße der Adelegg an den Einstiegspunkten des Schwarzen Grat Erlebniswegs in Isny-Bolsternang und Isny-Großholzleute.
Am besten lässt sich Adelegg bei geführten Wanderungen mit fachkundigen Experten entdecken.

“Die Adelegg ist für mich etwas ganz Besonderes. Die im Allgäu einzigartige Geschichte als Glasmacherregion erschuf eine faszinierende Natur- & Kulturlandschaft, die heute über seltene Naturschätze und wertvolle Schutzgüter verfügt.”
Tobias Boneberger - Adelegg Ranger



