Derzeit bleibt in der Feuerwehrkantine die Küche kalt


am 06.12.2020 von Barbara Rau

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr verbringen viel Zeit im Feuerwehrhaus, da ist die Feuerwehrkantine wichtig. Normalerweise sorgt Sarah Keller dort dafür, dass die Feuerwehrleute nicht hungrig bleiben. Derzeit ist wegen Corona aber geschlossen.

Alle zwei Wochen trifft sich in der Regel die ganze Feuerwehrmannschaft zur Probe. Da gehört geselliges Zusammensein hinterher dazu. Proben macht hungrig und manche Kameradinnen und Kameraden kommen ohnehin direkt von der Arbeit, die brauchen erst recht etwas zu essen. Sarah Keller führt seit etwa zwei Jahren die Feuerwehrkantine, gibt Getränke aus und verköstigt die Hungrigen gegen Voranmeldung. Belegte Seelen, Burger, Currywurst – es darf gerne was von der Hand sein. Montagnachmittags kauft sie ein und bereitet das abendliche Essen zu.
2016 wurde der Mannschaftsraum im Obergeschoss in viel Eigenarbeit ausgebaut und eine neue Küche installiert. „Die ist sehr gut ausgestattet“, freut sich Sarah Keller. Sie selbst ist keine Feuerwehrfrau - „vor Feuer laufe ich davon“, verrät sie lachend - aber ihr Mann ist aktives Mitglied. Als der Job in der Kantine vakant war, kamen ein paar Feuerwehrleute auf sie zu, ob sie nicht Lust hätte, die Aufgabe zu übernehmen. Sie entschied sich dafür, denn „es ist für mich eine Möglichkeit, diese wichtige Arbeit indirekt zu unterstützen“.
Bei großen Einsätzen ist das DRK Wangen mit einer Verpflegungseinheit vor Ort. Sarah Keller ist auf Anruf aber bei kleineren Einsätzen tätig. Sie bereitete beispielsweise ein Frühstück für die Einsatzkräfte, die an einem Sonntagmorgen ein Auto aus dem Baggersee holen mussten und für die Dachabschaufler im Schneewinter 2019 gab es Kaffee und Kuchen. Sie sorgt nach Absprache auch für Essen und Getränke bei Lehrgängen oder Besprechungen. Sie macht dann Vorschläge, ist aber auch offen für Wünsche. Offensichtlich schmeckt es stets, denn ihre Erfahrung ist, „es kommt immer weg“. Generell seien die Rückmeldungen positiv, die Feuerwehrleute sind dankbar, dass es zu essen und zu trinken gibt. Sarah Keller jedenfalls fühlt sich bei der Feuerwehr gut aufgenommen, auch wenn sie nicht auf Einsätze geht.