Wasserarmut in den Gewässern


am 28.04.2020 von Barbara Rau

Durch die anhaltende Trockenheit führen viele Bäche und Flüsse im Landkreis Ravensburg nur noch wenig Wasser. Das Landratsamt Ravensburg bittet deshalb die Gewässeranlieger und alle, die Gewässer im Rahmen des Gemeingebrauchs nutzen, Wasserentnahmen zu unterlassen.

Durch die niedrigen Wasserstände wird die Gewässerökologie beeinträchtigt und Fische, Kleinlebewesen und Wasserpflanzen leiden unter den anstei-genden Gewässertemperaturen. Die Situation verschärft sich, wenn während der Trockenheit Wasser zur Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen, Rasenflächen und Hausgärten aus den Bächen und Flüssen entnommen wird. Das Landratsamt Ravensburg bittet deshalb Wasserentnahmen während der Trockenheit zu unterlassen. Für den unabwendbaren Bedarf soll stattdessen Leitungswasser verwendet werden. Auch Inhaber einer wasserrechtlichen Erlaubnis müssen entgegen der sonst erlaubten Entnahmemenge Einschränkungen hinneh-men und mindestens so viel Wasser im Gewässer belassen, dass Fische und Kleinlebewesen nicht gefährdet werden.
Sofern sich die Wetterlage in nächster Zeit nicht nachhaltig ändert, behält sich das Landratsamt Ravensburg vor, die Entnahme von Wasser per Allgemeinverfügung für ganze Fluss- oder Bachabschnitte zu untersagen. Denn gerade im Frühjahr ist es von großer Bedeutung, dass die Wasserläufe nicht austrocknen, da enorme ökologische Schäden und Ausfälle in der fischereilichen Nutzung die Folge wären. Vor diesem Hintergrund weist das Landratsamt darauf hin, dass die Entnahme von Wasser zur Bewässerung von Feldern und Gärten mittels Pumpen in der Regel erlaubnispflichtig ist und beim Landratsamt Ravensburg – Bau- und Umweltamt – beantragt werden muss. Zulässig im Rahmen des Gemein-gebrauches sind hingegen Handschöpfungen mit Eimern oder Gießkannen aus den Gewässern und das Tränken von Vieh.