Stadtbücherei wieder geöffnet – Leser müssen Abstand halten


am 07.05.2020 von Barbara Rau

Bücherfreunde können sich freuen - die Stadtbücherei ist seit Montag, 4. Mai wieder geöffnet. Aber natürlich müssen einige Regeln eingehalten werden und es gibt Einschränkungen. Seit Montag, 4. Mai können Bücherfreunde wieder direkt in der Bücherei ausleihen.

Ein Abholservice am Fenster half in den letzten beiden Wochen die Zeit der geschlossenen Stadtbücherei zu überbrücken. Jetzt darf wieder direkt in der Bücherei ausgeliehen werden. Dazu wurde die Ausleihtheke mit Plexiglasscheiben ausgestattet, Markierungen auf dem Boden aufgebracht und am Eingang steht ein Desinfektionsmittelspender. Für die Nutzer gibt es verschiedene Regeln: Nur jeweils acht Personen gleichzeitig dürfen eintreten, mehr gehe wegen der Enge zwischen den Regalen nicht, erklärt Büchereileiterin Anette Schmid. Die Nutzer müssen einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten, Mundschutz tragen und es wird empfohlen, nur einzeln zu kommen. Vorerst ist nur Medienausleihe- und Rückgabe möglich. Sich hinsetzen und Zeitungen lesen ist nicht möglich, Internetzugang, PC und Kopierer stehen nicht zu Verfügung. Außerdem sollte der Bücherei-Besuch so kurz wie möglich gehalten werden. Die Besucher verlassen die Bücherei anschließend über den Hinterausgang, so dass man sich im relativ engen Eingangsbereich nicht begegnen muss.

Bücher in Quarantäne

Leselust kann ansteckend sein, aber es muss kein Leser fürchten, sich an einem Buch mit dem Corona-Virus anzustecken. Bücher, die zurückgegeben werden, kommen erst einmal 72 Stunden in „Quarantäne“. Und danach werden sie gereinigt. Ganz so, wie es der deutsche Bibliotheksverband empfiehlt.
Das Büchereiteam freut sich sehr, dass endlich wieder geöffnet werden kann. „Wir haben am tollen Erfolg des Abholservices gemerkt, wie sehr die Menschen Sehnsucht nach Lesestoff haben“, erzählt Anette Schmid. Sie habe zwei Stunden täglich für die Bearbeitung der Vorbestellmails gebraucht. „Bei der Ausgabe der Büchertüten war immer große Freude vor dem Fenster zu beobachten.“ Beratung am Regal ist unter den gegebenen Umständen nicht möglich, dafür ist die Bücherei zu eng. Aber dennoch freut sie sich mit ihren Kolleginnen Katja Grob und Bianca Gärtig-Hochstein, dass sie ihre Kunden direkt und nicht mehr am Fenster bedienen müssen und hofft auf Nachsicht, weil der Bibliotheksbesuch mit Umständen verbunden ist.