Mit Abstand sicher: ADFC und Stadt Isny starten Kampagne für Mindest-Überholabstand


am 30.09.2022 von Barbara Rau

Unter dem Motto „Mit Abstand sicher“ informieren die Stadt Isny, die ADFC-Ortsgruppe Isny und die Ver-kehrswacht Württembergisches Allgäu über den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand beim Überholen von Fahrradfahrern.

Die Kampagne richtet sich an Auto- und Lkw-Fahrende und weist sie mit Plakaten auf sichere Überholabstände hin.
Mit Abstand mehr Sicherheit für Radfahrer*innen – damit werben Plakate an den Zufahrten zur Stadt dafür, den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand beim Überholen von Radfahrenden einzuhalten. „Zu enges Überholen ist nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich“, sagt Robert Blaser-Sziede von der ADFC-Ortsgruppe Isny. Radfahrer*innen fühlen sich dadurch unsicher – was wiederum dazu führt, dass viele Menschen das Fahrrad erst gar nicht nutzen.
Seit April 2020 sind in der Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) die Mindest-Überholabstände von 1,50 Metern innerorts, sowie zwei Metern bei Kindern und außerorts verankert. „Dies ist vielen Autofahrenden leider nicht bekannt und diese Abstände werden von der Polizei auch nicht kontrolliert“, so Blaser-Sziede. Daher stellten die Stadt Isny und die ADFC-Ortsgruppe nun drei Banner im Stadtgebiet auf, um die Autofahrer auf die wichtigen Neuregelungen in der Straßenverkehrsordnung aufmerksam zu machen und so für mehr Sicherheit für Radfahrer*innen zu sorgen.

Radfahren macht eine Stadt lebenswerter

„Da noch nicht überall Radwege vorhanden sind, ist es umso wichtiger, dass Rad- wie Autofahrende ihre Rechte und Pflichten kennen“, sagt Bürgermeister Rainer Magenreuter. Er ist überzeugt: Erst, wenn sich die Menschen sicher fühlen, steigen sie aufs Rad. Und genau das sei das Ziel: „Radfahren macht eine Stadt lebenswerter und ein höherer Radverkehrsanteil ist außerdem wichtig, wenn es darum geht, die Klimaziele in Ort zu erreichen“, ergänzt Bürgermeister Magenreuter.
Lena Klause von der Mobilitätszentrale hat die Abstandskampagne organisiert. Die Banner stehen derzeit an der Maierhöfener Straße, im Senngutweg bei der Kapelle St. Josef und im Achener Weg. Die Standorte sollen wechseln. „Dankenswerterweise hat uns der Baubetriebshof eine stabile Holzkonstruktion für die Banner gemacht, so können wir sie problemlos an verschiedenen Zufahrten aufstellen“, sagt Lena Klause.

Foto: Robert Blaser-Sziede (ADFC), Marion Kolb (Sachbereichsleitung ÖPNV) und Bürgermeister Rainer Magenreuter (von links) mit dem Banner im Senngutweg. Im Bild fehlt Lena Klause.