Kulturwerkstatt im Schloss Isny kann loslegen


am 08.02.2022 von Barbara Rau

Mit der Kulturwerkstatt im Schloss Isny wird ein erster Meilenstein im Projekt Schloss Isny sichtbar. Elisabeth Olberz vom Kulturbüro und Museumsleiterin Ute Seibold sind die Verantwortlichen, die hier auch ihr Büro haben.

Im südlichen Riegel des Schlosskomplexes haben die Stadt und die Isny Marketing GmbH (IMG) Räumlichkeiten angemietet, die in monatelanger Arbeit saniert, umgebaut und instandgesetzt wurden. Für die Umbaumaßnahmen wurden über die LEADER-Geschäftsstelle der Regionalentwicklung Württembergisches Allgäu e.V. LEADER-Fördermittel in Höhe von 44.760 Euro bewilligt. In dieser Kulturwerkstatt wird ein museums- und kulturpädagogisches Programm für das Drei-Institutionenhaus Schloss Isny etabliert. „Hier schaffen wir einen Ort, in dem kulturelles Treiben möglich ist“, freuen sich Elisabeth Olberz und Ute Seibold.
Und das ist durchaus vielseitig angelegt. Im Blick haben die Verantwortlichen zuallererst Kindergärten und Schulen, deren Bedarfe vorher abgefragt wurden, mit dem Ziel, ein dauerhaftes Programm einzurichten. Generell wird es aber offene Kurse für Kinder aller Altersklassen geben, Kurse für Jugendliche und Erwachsene, aber beispielsweise auch die Möglichkeit, einen kreativen Kindergeburtstag zu feiern. Dazu werden die Organisatorinnen auch mit externen Part-nern aus Isny und der Region zusammenarbeiten.

Wissenschaftsministerium fördert Kulturprogramm

Das Programm der Kulturwerkstatt startet mit „Junge Perspektiven“. Das ist ein Förderbaustein des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, innerhalb des Impulsprogramms „Kultur trotz Corona“, für den sich die Verantwortlichen beworben haben. 53 Anträge gab es und das Isnyer Projekt ist eines der 35, die den Zuschlag erhalten haben. Es soll kulturelle Teilhabe in den verschiedenen Sparten der Kulturarbeit, Kunst, Literatur, Theater, Musik, ermöglichen, und ist bei geringem Beitrag offen für alle. Auch dabei wird mit Kulturschaf-fenden aus Isny und der Region zusammengearbeitet.
Ute Seibold ist mit ihrem Museumsbüro schon eingezogen. Derzeit kümmert sie sich mit Elisabeth Olberz um die Ausstattung. Ein Schmutzfangbecken, eine Küchenzeile und eine kleine Werkbank gehören zur praktischen Einrichtung und sind schon eingebaut. Nun gilt es Materialien anzuschaffen für alle möglichen Aktivitäten, von Holz bis Farben, von Knete bis Papier. Ein Trocknungswagen gehört ebenfalls dazu. Es wird also ein richtiger „Kunstwerkraum“. Der wird für das museumspädagogischen Programm ebenso gebraucht. „Die Isnyer Stadtgeschichte eignet sich ideal, um kreativ er- und bearbeitet zu werden“, ist Ute Seibold sich sicher.