Im Baumkataster sind die Isnyer Bäume registriert


am 29.05.2021 von Barbara Rau

Isny hat ein Baumkataster. Darin sind alle Bäume registriert, die auf städtischem Grund stehen. Erfasst sind alle Bäume in Isny und den Ortschaften, sowie an einigen Stellen im Außenbereich. Der Stadtwald ist natürlich nicht enthalten.

Andreas Menner vom Baubetriebshof hat alle Bäume in das Baumkataster eingepflegt. Menner ist zertifizierter Baum-kontrolleur nach FLL (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau e.V.).
- Ein Baumkataster ist ein „Verzeichnis über Bäume eines Besitzers“, eine Datenbank, mit Informationen zum Baum-standort, zum Alter und zu seinem Zustand. Menner nennt es seine „Kundenkartei oder Patientenakte“. Begonnen wurde mit der Erfassung der Bäume schon vor zehn Jahren, seit 2018 sind alle Bäume erfasst.
- Die Erfassung erfolgte nach der Priorität der Verkehrssicherheit, zuerst wurden daher die Bäume auf Spielplätzen, bei Kindergärten und Schulen aufgenommen. Alle Neupflanzungen seit 2018 werden selbstverständlich sofort eingetra-gen.
- Aktuell umfasst der Bestand 3384 Bäume, davon 2584 Einzelbäume und ca. 800 Bäume in Flächenbeständen. Alle sind auf einer digitalen Karte eingetragen.
- Hauptbaumart ist die Birke (19 Prozent), gefolgt vom Ahorn (18 Prozent), dritthäufigste Art ist die Linde (10 Prozent).
- 69 Prozent der Bäume sind 0 bis 50 Jahre alt, 31 Prozent über 50 Jahre.

Stete Kontrolle

Andreas Menner kontrolliert Bäume in der Stadt nach genau festgelegten Kriterien. Die Verkehrssicherheit hat oberste Priorität in einer Stadt. Werden Schäden festgestellt, ergreift er, bzw. veranlasst Alexandra Haug vom Fachbereich Natur und Umwelt bei der Stadtverwaltung notwendige Pflegemaßnahmen. Bis zum Herbst 2020 konnten noch 85 Prozent der Bäume als gesund oder nur leicht geschädigt bezeichnet werden. Leider hat sich das nach dem vergangenen Winter mit extrem viel Schneebruch geändert (wir berichteten). Steht die Fällung eines Stadtbaumes mit Chancen auf Erhalt an, wird dies mit der Baumschutzkommission beraten. Sind aufgrund des zweifelhaften Zustands des Baumes eingehende Untersuchungen notwendig, werden externe Fachleute für eine Bohrwiderstandsmessung mit dem Resistograph hinzugezogen.
Gemeinsam tragen Baumkataster, Pflegemaßnahmen und Baumkontrolle zu einem vitalen, stabilen Baumbestand in der Stadt bei, der nicht nur gut fürs Klima ist und das Stadtbild verschönt, sondern auch zur guten Stimmung in der Stadt beiträgt.