Hoffnung für 2021 – Bürgermeister Rainer Magenreuter ist vorsichtig optimistisch


am 08.01.2021 von Barbara Rau

Bürgermeister Rainer Magenreuter hat vor einem Jahr an dieser Stelle gesagt, er rechne nicht damit, dass 2020 ein ruhigeres Jahr als das vorhergehende wird. Dass es so außergewöhnlich fordernd für alle werden, dass das Leben so auf den Kopf gestellt würde, damit konnte er nicht rechnen.

In mancher Hinsicht war es jedoch tatsächlich ein ruhigeres Jahr. Allerdings leider in den Bereichen, in denen man es nicht erwartet oder gar gewünscht hätte, wie im kulturellen und gesellschaftlichen Leben.
Vieles ist in Isny jedoch gut weitergelaufen: Das Hallgebäude ist schön geworden und von der Isny Marketing GmbH und der Stadtbücherei bezogen, im Schulzentrum laufen die steti-gen Baufortschritte im Zeitplan, im Mittelösch wurden die ersten Häuser hochgezogen und es ist gelungen, Förderung für eine Mobilitätszentrale mit DB-Agentur und einer Koordinati-onsstelle Mobilitätsstationen zu bekommen, die am 2. Januar 2021 eröffnet.
Kann 2021 eigentlich nur besser werden? Bürgermeister Rainer Magenreuter blickt für die Rundschau voraus:

Herr Magenreuter, mal ganz emotional gefragt: Fürchten Sie sich vor 2021 oder spüren Sie - verhaltenen - Optimismus?
Rainer Magenreuter: Mein Vater hat immer gesagt: „Angst und Geld habe ich noch nie gehabt“. Diesen Spruch finde ich passend, denn Angst ist nie ein guter Ratgeber. Aber ich habe Respekt vor den Aufgaben und auch den Einschränkungen, die in den nächsten Monaten vermutlich noch auf uns zukommen werden. Ich bin aber auch zuversichtlich, dass wir das alles meistern, ganz besonders dann, wenn wir weiterhin zusammen stehen und uns in einem guten Miteinander gegenseitig unterstützen. Auch die Tatsache, dass jetzt die Impfungen beginnen, gibt Hoffnung.

Worin sehen Sie die größten Herausforderungen?
Neben den Auswirkungen von Corona müssen wir als Kommune mit deutlich zurückgehenden Steuereinnahmen auskommen. Unsere Aufgaben, beispielsweise bei der Kinderbetreuung, werden nicht weniger und die laufenden Investitionen müssen gestemmt werden. Auch die Zuweisungen von Bund und Land werden im Jahr 2021 zurückgehen und im Gegenzug die Umlagen deutlich erhöht, weil für deren Berechnung die guten Steuereinnahmen von 2019 herangezogen werden.

Was wird Isny 2021 am meisten beschäftigen? Welche Projekte sollen in Angriff genommen werden?
Für 2020 lagen alle Prognosen daneben, weil keiner mit Corona gerechnet hat. Also bin ich vor-sichtig mit Ausblicken. Aus heutiger Sicht wird uns das Thema Einsparungen im Haushalt sicher durchgehend begleiten. Ebenso die laufenden Bauprojekte, insbesondere der Schulneubau und weitere anstehende dringende Projekte, wie der Ausbau der Kindergärten, der Marktplatz und das Kurhaus. Daneben stehen Breitbandausbau und Digitalisierung auf der Agenda. Der Bereich Mobilität wird uns gleichfalls weiter intensiv beschäftigen und unsere Bemühungen für den Klimaschutz müssen wir weiter verstärken.

Gibt es, trotz dieser großen Herausforderungen, auch etwas, worauf bzw. worüber Sie sich freuen?
Da gibt es vieles. Worüber ich mich im Rathaus besonders freue ist, dass wir für unsere jahrzehntelangen, sehr engagierten und kompetenten Führungskräfte Claus Fehr und Anita Gösele passende Nachfolgerinnen gefunden haben.
Dann freue ich mich natürlich besonders auf alles, was letztes Jahr nicht stattfinden konnte und hoffentlich 2021 ordentlich gefeiert werden kann, beispielsweise die Schlossweihnacht, das Theaterfestival und ganz besonders das Kinderfest.

Was raten Sie Isnyer Bürgerinnen und Bürgern in dieser Zeit?
„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen“ lautet der Text auf der Weihnachtskarte 2020 der Stadt Isny. Eine Krise ist immer auch eine Chance und auch wenn sich wahrlich niemand Corona gewünscht hat, hat dies doch positiven Seiten. Nicht wenige sind etwas zur Ruhe gekommen. Wir haben mit großen Aktionen wie „Mutmacher“ oder kleinen nachbarschaftlichen Initiativen gezeigt, dass wir zusammenstehen, denn nur im Miteinander sind Krisen zu meistern. Es ist keine Zeit für Egoismus sondern für den Zusammenhalt. Ich fände es toll, wenn viele Menschen diese Zeit zum Nachdenken und zur Ruhe kommen nut-zen können.

Finden Sie als Bürgermeister dafür auch ab und zu Zeit und apropos Bürgermeister – macht Ihnen Ihr Beruf in dieser schwierigen Zeit noch Freude?
Dadurch, dass das Reisen 2020 sehr eingeschränkt war, konnte ich mir dafür im Sommer Zeit nehmen.
Mein Beruf macht mir nach wie vor Freude, aber ein Jahr wie 2020 reicht einmal im Berufsleben. So ein forderndes Jahr geht nicht spurlos an einem vorüber. Das betrifft aber nicht nur mich, sondern uns alle hier im Rathaus und unsere gesamte Gesellschaft, besonders die Beschäftigten im medizinischen Bereich und in der Pflege.
Bürgermeister ist kein Beruf wie viele andere. Ich habe diesen bewusst gewählt und auch die aktuellen Herausforderungen gerne angenommen, das ist meine Aufgabe. Und ich denke, diese Herausforderungen wurden gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung, den Ortsverwaltungen, den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten und vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern bisher gut gemeistert. In diesem Miteinander möchte ich auch das voraussichtlich nicht weniger schwierige Jahr 2021 angehen.

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