Fotografisch in Kinderfesterinnerungen schwelgen


am 10.07.2020 von Barbara Rau

Kein Kinder- und Heimatfest - kein Feiern, aber anschauen geht. Deshalb hat das Städtische Museum im Schloss die kleine Sonderausstellung unter dem Motto „Bloß luêgê – it feirê“ konzipiert. Parallel läuft die digitale Ausstellung in der ISny-Topothek

Museumsleiterin Ute Seibold und ihre Mitarbeiterinnen Melanie Lanz und Maren Sziede hätten gern eine richtig große Ausstellung mit vielen Bildern und Objekten, wie Trommel, Karussellpferd und dem Kinderfest-Film, sowie Zeitzeugen-berichten mit den Geschichten dahinter zum großen Kinderfestjubiläum gemacht. Aber es ist alles anders gekommen. Ohne Kinderfest und mit den Unwägbarkeiten der letzten Monate war der Aufwand für eine große Ausstellung nicht zu rechtfertigen. Diese soll kommendes Jahr zu den Jubiläumsfeierlichkeiten nachgeholt werden. Mit der Sonderaus-stellung im Schloss wird ein kleiner Ausgleich geschaffen. Die großformatigen Fotos aus mehreren Jahrzehnten und zu den wichtigsten Themen des Kinderfests lassen die Atmosphäre zumindest ein bisschen greifbar werden. Die Aus-wahl ist gut, mit Witz und Gespür für die Bedeutung dieses städtischen Festhöhepunkts getroffen. Schon an diesen Bildern sind gesellschaftliche Entwicklungen und Veränderungen zu sehen. Die Museumsfrauen hoffen, dass die Be-sucher durch so manches „weißt du noch?“ ins Kinderfestgefühl eintauchen und ins Gespräch kommen. Die Schrei-berin dieser Zeilen hat beispielsweise zu ihrer Freude die eigene Großmutter auf einem der bis dato nie gesehenen Fotos als Zuschauerin des Festzuges entdeckt.

Neues gewagt

Noch viel mehr „zum luêgê“ gibt es aber in der Topothek. Diese ist ein digitales Museumsprojekt, welches es Kommunen ermöglicht, das im Privatbesitz der Bürger befindliche Bildmaterial zu archivieren, zu verschlagworten und damit zu erhalten. Melanie Lanz hatte die Topothek, ein österreichisches Projekt, ausfindig gemacht. Durch den Bruch mit dem ausgefallenen Kinderfest war schnelles Umplanen und Handeln gefragt und so wurden zeitliche und finanzielle Kapazitäten umgeschichtet und Neues gewagt. „Es ist kein Projekt für das Museum sondern für die Stadt“, betont die Museumsleiterin. Fotos zu sortieren, die im Museum und im Stadtarchiv vorhanden sind und die von Privatleuten zum Thema Kinder- und Heimatfest kamen und kommen, war eine wahre Sisyphusarbeit. Aber eine, die dem Team Spaß machte. Eng verzahnt verlief dabei die Recherchearbeit für die Festschrift. Redaktionsteam und Museumsteam profi-tierten gegenseitig. Besonders viele Bilder steuerte dankenswerterweise Professor Dr. Wolfgang Dieing bei, dessen Va-ter ein begeisterter Hobbyfotograf war.

Abbild Isnyer Stadtgeschichte

Diese Galerie ist für jeden einsehbar, eine Anleitung auf der Startseite zeigt, wie es geht. Die Fotoschau hat umfangreiche Funktionen. Man kann Details auswählen und vergrößern, Motive einem Ort auf dem Stadtplan zuordnen und nach bestimmten Themenbereichen (zum Beispiel Zunftfeier) suchen. Damit wird die Fotogalerie auch zu einem Abbild der jüngeren Stadtgeschichte. Bilder vom Festzug zeigen Ansichten von Isny, die so längst nicht mehr zu sehen sind und belegen, wie sich die Stadt verändert hat. Wer die Fotogalerie öffnet, verliert sich schnell im Schauen, in der Fülle von Motiven und Menschen. Da sind die intelligenten Suchfunktionen sehr hilfreich. Das Museumsteam bittet aber auch um Mithilfe. Denn nicht bei allen eingesandten Fotos war eine Jahreszahl dabei, beziehungsweise konnten die Eigentümer nähere Angaben machen. Wer beispielsweise Menschen erkennt oder fehlende Jahreszahlen weiß, darf „mitarbeiten“ und dies melden.
„Es ist ein wunderbares Werkzeug, um Geschichte sichtbar zu machen“, lobt die Museumsleiterin das Projekt Topo-thek, das für sie durchaus noch ausbaubar ist. Gerade auch für Stadtarchivarin Nicola Siegloch, die in ihrem sehr beengten Stadtarchiv keine Möglichkeiten zur Präsentation hat, könnte die Topothek virtuelle Ausstellungsfläche bieten. Isnys Geschichte würde damit anschaulicher und so manches historische Dokument aber auch private Fotos, die sonst von den Nachkommen entsorgt würden, könnten diese illustrieren. Denn selbst wenn die öffentliche Topothek-Phase abgeschlossen ist, bleiben die Fotos weiterhin archiviert.
Info: Unter isny.topothek.de stehen die Kinderfestbilder ab sofort online. Die ergänzende Fotoausstellung im Schloss läuft bis zum 27. September 2020 unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Hygienemaßnahmen.

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