Flüchtlingsbeauftragte leistet erfolgreiche Arbeit


am 25.01.2020 von Barbara Rau

Claudia Landsrath-Martin beendet zum 31. Januar ihre Tätigkeit als Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Isny. „Es lag mit an den Flüchtlingsbeauftragten, dass das Thema in Isny relativ unaufgeregt diskutiert wurde“, betonte Bürgermeister Rainer Magenreuter.

Claudia Landsrath-Martin war mit Claudia Nägele-Hall im Tandem für Isny und Argenbühl gestartet. Seit 2019 war sie die ausschließliche Flüchtlingsbeauftragte für Isny. Im Verwaltungsausschuss gab es beim Abschlussbericht von den Gemeinderäten großes Lob.
Nach dem Start 2016 war die Erfassung der Situation, mit allen beteiligten Organisationen, Behörden und Einrichtun-gen und Ehrenamtlichen die erste Aufgabe. Es galt diese zu koordinieren, Informationsflüsse zu sichern und Schnitt-stellen ausfindig zu machen. Denn schnell war klar, nur im Zusammenspiel aller Kräfte konnte die große Herausforderung gemeistert werden. 2017 war geprägt von den Anstrengungen, bestehende und neu erarbeitete Angebote und Programme dauerhaft zu etablieren und Integration zu intensivieren, beispielsweise über Infomappen zur Wohnungs-suche für Suchende und Vermieter. So mancher Sonderfall musste gelöst werden, wie beispielsweise die Betreuung der unbegleiteten Jugendlichen zu sichern, da diese Gruppe mit Erreichen der Volljährigkeit aus der Jugendhilfe fällt, aber weiterhin Unterkunft und Hilfe braucht.
Beim Abschlussbericht wird deutlich, dass das Zusammenwirken der Akteure vom Landratsamt über die Diakonie bis zu den Ehrenamtlichen des Netzwerks Asyl ein unaufhörlicher Prozess war. Ab 2018 wurde erkennbar, dass sowohl die Menschen mit Migrationshintergrund als auch sozial schwache Einheimische zukünftig unter ähnlichen Gesichts-punkten in den Blick zu nehmen sind. Das ist auch für die Integration förderlich. War Sprachförderung von Anfang an als wichtiger Baustein angesetzt worden, so wurde sie hinsichtlich von Arbeitsmarktintegration forciert, wie generell Bildung als unverzichtbare Voraussetzung erkannt wurde. Für die Integration in den Arbeitsmarkt wurde die Kooperation unterschiedlicher, damit befasster Institutionen (Jobcenter, vhs, Agentur für Arbeit und Regionales Bildungsbüro) aufgebaut. 2019 wurde mit der Fachkräfteallianz zur Arbeitsintegration ein Stand bei der Ausbildungsbörse in Wangen organisiert. Planung von Nachhilfe in Grundschulen, Sprachförderung für Erwachsene, ein Kulturtreff mit dem Vortrag von Lebensgeschichten beim verkaufsoffenen Sonntag, Benimm- und Verhaltensregeln für Jugendliche, das Nahe-bringen von interkultureller Kompetenz, ein Kunstprojekt und natürlich die Verfestigung dessen, was bisher erreicht und angelegt wurde, standen weiter auf der Agenda.
Claudia Landsrath-Martin stellte im Ausblick fest, dass die Integrationsarbeit durch Umverteilung auf andere Akteure in Isny intensiv fortgesetzt werden wird.
Bürgermeister und Gemeinderat dankten für die geleistete Arbeit. „Wir wissen, was Sie und die Ehrenamtlichen geschafft haben“, fasst Stadtrat Peter Clement das Lob zusammen.