Fahrzeugsegnung und Ehrungen beim Feuerwehrfest in Isny


am 30.07.2022 von Barbara Rau

Endlich konnte die Freiwillige Feuerwehr Isny wieder feiern. Mit der Abnahme des Leistungsabzeichens am Samstag, 23. Juli, und dem Tag der offenen Tür am Sonntag, 24. Juli, präsentierte sich die Feuerwehr der Öffentlichkeit. Fahrzeugsegnung und Ehrungen waren der Höhepunkt.

Es sei nicht üblich, bei Festen Ehrungen durchzuführen, betonte Kreisbrandmeister Oliver Surbeck. Warum er diesmal eine Ausnahme gemacht hat, lag daran, dass die Hauptversammlung im Frühjahr hatte ausfallen müssen und mit der ökumenischen Fahrzeugsegnung am Sonntag ein würdiger Rahmen hergestellt war.
Diakon Jochen Rimmele von der katholischen Kirchengemeinde und Pfarrer Stefan Ziegler von der evangelischen zelebrierten den ökumenischen Gottesdienst mit Segnung, der vom Musikverein Christazhofen umrahmt wurde. Den Geldwert des neuen LF 20 (Löschgruppenfahrzeug) von rund 470.000 Euro nahm Pfarrer Ziegler zum Anlass, darüber nachzudenken, ob diese Summe für den Wert des Fahrzeugs wirklich relevant sei. Der wahre Wert lasse sich heute nur ansatzweise ermessen, denn man könne nur raten, in wie vielen Einsätzen dank dieses Fahrzeugs geholfen werde. Das LF 20 sei Teil des Auftrags der Feuerwehrleute, „ein Auftrag, den niemand so einfach übernimmt. Es ist Mission“. Diakon Rimmele dankte für das ehrenamtliche Tun, für das er genauso den Segen erbat, wie für das Fahrzeug. Das LF 20 hat einen 2.500 Liter Tank und pumpt 2000 Liter in der Minute, erläuterte Kommandant Markus Güttinger. Er dankte der Stadt, namentlich Stadtkämmerer Werner Sing und dem Gemeinderat, für die Anschaffung, wie überhaupt die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sehr gut sei. Güttinger dankte auch dem Feuerwehrteam, das die Aus-stattung des Fahrzeugs ausgetüftelt hatte.

Respekt für dieses Ehrenamt

Stellvertretender Bürgermeister Peter Manz erklärte, die Kommune sehe die Notwendigkeit für eine gute Ausstattung der Feuerwehr. Beim Blick auf die Einsatzgebiete und -Felder werde klar, dass die entsprechenden aktuell technisch erforderlichen Gerätschaften und Fahrzeuge zwingend zur Verfügung stehen müssten. Dies sei aber nur die eine Seite der Medaille. Die andere seien die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, „die sich ehrenamtlich zum Schutz und zum Wohl der Allgemeinheit einsetzen.“ Diese Einsätze könnten nur gemeinsam und in kameradschaftlicher Verbundenheit wirkungsvoll angegangen werden. „Das ist mit Opfern und Risikobereitschaft verbunden“, lobte Manz. Dafür gebühre ihnen Respekt, Anerkennung und Dank.

Ehrungen

Ehrenkommandant: Für Hans Stolz begann der Tag mit einer großen Überraschung. Der verdiente Feuerwehrmann wurde zum Ehrenkommandanten ernannt. Seit 1. Januar 1973 war er in der Feuerwehr aktiv und gleichzeitig im Spielmannszug. Von 1978 bis 1998 war er stellvertretender Gesamtkommandant und dann noch ein Jahr Komman-dant der Abteilung Stadt. „Hans Stolz war nie Kommandant, aber er war viele Jahre da, wenn der Kommandant die Stadt verlassen hat und hat fast 50 Jahre überragendes Engagement gezeigt. Deshalb ist diese große Auszeichnung absolut berechtigt“, erklärte Kreisbrandmeister Surbeck.

Weitere Ehrungen für verdiente Feuerwehrleute:
Ehrenmitglieder der Abteilung Stadt:
Josef Hauser, hauptamtl. Gerätewart von 1982 bis 2016, ab 1982 ehrenamtlicher Maschinistenausbilder, Atem-schutzgeräteausbilder.
Dietmar Häfele, langjähriger Stellvertreter, aktiver Gruppenführer, Kreisausbilder Sprechfunk.
Feuerwehrehrenzeichen:
Andreas Pisch, Bronze für 15 Jahre
Holger Pauler, Silber für 25 Jahre
Georg Holzer, Gold für 40 Jahre

Fotos: Ehrung der Feuerwehrleute: (von links) Claus Frey (stellv. Kommandant), Andreas Pisch, Josef Hauser, Holger Pauler, Dietmar Häfele, Kreisbrandmeister Oliver Surbeck, Ehrenkommandant Hans Stolz, Kommandant Markus Güttinger, Georg Holzer, Peter Manz (stellv. Bürgermeister).

Ehrenkommandant Hans Stolz (Mitte) mit Kommandant Markus Güttinger (rechts) und Kreisbrandmeister Oliver Surbeck. Fotos: Stadt Isny/Rau