Fahrdienst und Bänkle sind Themen bei den Senioren


am 01.05.2020 von Barbara Rau

Vier Monate leitet Petra Anna Dröber nun die Koordinierungsstelle Herz und Gemüt und ist erstaunt, dass diese Einrichtung bei Senioren immer noch nicht ausreichend bekannt ist. Mit einer Fahne auf dem Gehweg wird das Büro an den Sprechtagen besser sichtbar.

Sich bekannt machen, Netzwerken, Ideen und Meinungen sammeln – damit hat sich Petra Anna Dröber die ersten vier Monate unter anderem beschäftigt. Mit einer Umfrage, die den Wahlzetteln für die Stadtseniorenwahl beilag, versucht sie, den Bedürfnissen und Wünschen der Senioreninnen und Senioren in Isny und den Ortschaften auf die Spur zu kommen. Der Rücklauf war gut. Eines der Ergebnisse hat sie sehr verwundert: „Vielen Senioren ist Herz und Gemüt gar nicht bekannt“. Die „Beachflag“, wie diese Art Fahnen genannt werden, soll an den Sprechtagen, wenn sie wieder stattfinden können, vor dem Paul-Fagius-Haus auf Herz und Gemüt auffällig hinweisen. Dann wird das Büro wenigs-tens äußerlich sichtbar. Mit Fahr- und Besuchsdienst habe Herz und Gemüt aber ein sehr gutes Angebot, das den Senioren wichtig ist, hat die Umfrage ergeben. Erstaunlich oft wird der Wunsch nach einem generationenübergreifenden Mittagstisch genannt. Dröber könnte sich vorstellen, dass dieses Angebot am Markttag im Herbst und möglichst zentrumsnah startet, sofern es die allgemeine Lage zulässt. Vom vielseitigen und guten kulturellen Angebot in Isny ist sie sehr angetan und wundert sich, dass auch dies bei den Senioren nicht ausreichend bekannt ist. „Vereinsamung scheint ein großes Thema bei den Seniorinnen und Senioren zu sein“, hat Petra Anna Dröber festgestellt. Senioren-treffs, Seniorentanz oder Theater, ein Handarbeits oder Bastelcafé stehen denn auch bei vielen auf den Zetteln und ganz wichtig: mehr Bänke in der Innenstadt. „Café-Stühle zählen da nicht, es müssen Sitzgelegenheiten sein, die nichts kosten.“

Wegweiser für Senioren wird überarbeitet

Zu Dröbers Projekten, die sie jetzt angeht, gehören „Leihoma und Leihopa“, auch das hat sich bei der Umfrage als Wunsch gezeigt. Darüber hinaus möchte sie noch mehr Ehrenamtliche gewinnen, auch wenn sie sehr glücklich ist, dass sie in ihren vier ersten Monaten schon vier Neue gewinnen konnte. Das neue Angebot für die Begegnungsstätte Untere Mühle arbeitet sie derzeit aus. Und ein weiteres großes Projekt, ist der „Wegweiser für Senioren“ in Isny, den sie derzeit überarbeitet und der im Herbst erscheinen soll. Vielleicht wird dann nicht nur Herz und Gemüt bekannter, sondern auch das schon bestehende reichhaltige Angebot für Seniorinnen und Senioren in Isny und seinen Ortschaf-ten.
Kontakt: Koordinierungsstelle Herz und Gemüt, +49 7562 905747, Mail: herzundgemuet.isny@t-online.de

hanneloresieling@t-online.de