Es wird ernst – Scherenarbeitsbühne hilft beim Auszug des Museums


am 20.11.2020 von Barbara Rau

Prächtig funktionierte knapp zweieinhalb Jahre die „Wohngemeinschaft“ von Stadtbücherei und Städtischem Museum in den Räumlichkeiten des ehemaligen Museums am Mühlturm. Jetzt ist diese WG Geschichte, das Umzugsfieber wabert durch die Fabrikstraße 21.

Nachdem die Bücherei schon nahezu komplett zurück ins neue alte Hallgebäude gezogen ist, geht das Museum auf die Zielgerade der Auflösung des Standorts. Über die vergangenen sechs Jahre war die Erfassung der vorhandenen Objekte, die „Ent-Sammlung“ und die Bearbeitung der Neuzugänge immer Bestandteil der Museumsarbeit. Vielen Unterstützern gilt der Dank für ihre Gabe oder ihren Einsatz, der hoffentlich auch 2021 nicht endet. Die Museumssammlung - schon 1901 hatte sich ein Altertums-verein mit Altertumssammlung gegründet - umfasst ca. 12.000 Objekte – von Original Isnyer Batzen von 1508, über Hundemarken von 1939 zu linksschneidenden Torf-stecheisen oder Ladenschildern ehemaliger Isnyer Geschäfte. Große Objekte wie der Kolonialladen oder die vielen Vitrinen verließen diese Woche per Scherenarbeitsbühne, die der Baubetriebshof bei einer Firma aus Memmingen geordert hatte, durch die Öffnung im ersten Obergeschoss das ehemalige Museum. Ohne das unermüdliche Engagement der Männer des Städtischen Betriebshofs wäre die Standortauflösung so nicht zu stemmen. Bis Ende Februar 2021 ist das Büro der Städtischen Museen Isny noch am alten Standort zu erreichen.