Der Kindergartenbedarfsplan soll allen gerecht werden


am 05.07.2020 von Barbara Rau

Der Kindergartenbedarfsplan 20/21 ist im Gemeinderat am 11. Mai ausführlich beraten worden. Er gibt einen Überblick über die Angebote und zeigt, wo nachgesteuert werden muss. Kinderbetreuung in Isny wird damit sichergestellt.

Bürgermeister Rainer Magenreuter bezeichnet den Kindergartenbedarfsplan als „Meisterstück“ von Anita Gösele. Die Leiterin des Sachgebiets Kinder, Bildung und Familie bei der Stadt Isny stellt jährlich den Kindergartenbedarfsplan auf, mit dem ein Überblick über vorhandene Angebote gegeben und aufgezeigt wird, wo noch nachgesteuert werden muss. Gleichzeitig ist er für die verschiedenen Träger der Einrichtungen Grundlage für Förderungen durch das Land. In die Planung sind der paritätische Kindergartenausschuss einbezogen und die Einrichtungsleitungen für einen aktuellen Anmeldeabgleich. Der Gemeinderat wird informiert und diskutiert den Bedarfsplan. Denn in der Regel zieht dieser bauliche Maßnahmen oder Änderungen beim Betreuungsumfang nach sich, die der Gemeinderat dann wiederum genehmigen muss.
Ziel ist, die vorhandenen Kinderbetreuungsplätze sinnvoll und bedarfsgerecht zu verteilen und Elternwünsche soweit wie möglich berücksichtigen zu können. „Wir kommen unserer Betreuungspflicht weitgehend nach“, erklärt Anita Gösele.

Unwägbarkeiten bei Planung

Die benötigten Betreuungsplätze theoretisch vorzuhalten, ist rein rechnerisch und statistisch relativ kompliziert aber möglich. In der Realität kommen aber immer Unwägbarkeiten hinzu.
So war mit 25 fehlenden Kindergartenplätzen für das kommende Kindergartenjahr zu rechnen. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum Schuljahr 2020/21 haben wegen einer geänderten Stichtagsregelung, zehn Eltern ihr Kind nicht zur Schule angemeldet. Diese Kinder bleiben also ein weiteres Jahr im Kindergarten, waren dafür aber nicht eingeplant. Und dann gibt es natürlich immer Zuzüge von Familien, die nicht einkalkuliert werden können. Dieser Sachstand hat sich zwischenzeitlich wieder geändert, weil einige Einrichtungen mittels Überbelegung Kinder aufnehmen konnten, aber auch Kinder abgemeldet wurden.
Die Stadt hatte aber längst Anstrengungen unternommen, um den Mangel zu beheben, auch durch bauliche Maßnahmen. Beispielsweise hat der Gemeinderat beschlossen, auf dem Siloahgelände im Haus 2 direkt anschließend an den DRK-Kindergarten weitere Plätze zu schaffen. Die Gruppe dort wird zu Beginn 2021 mit knapp 20 Kindern starten. Der Vertrag mit dem Träger des Kindergartens Benjamin wurde verlängert und der Kindergarten Rohrdorf bekommt einen Anbau durch den die Räumlichkeiten für den Bedarf für die Ganztagesbetreuung und die Schulkinder angepasst werden. Ein Raumprogramm für einen möglichen Kindergarten im Mittelösch wird erarbeitet. So schafft die Stadt Zug um Zug neue Betreuungsplätze unter gleichzeitiger Sicherung der Qualität. Das Qualitätsmanagement der städtischen Kindergärten wird fortgeführt.
Im Bedarfsplan ist auch die Schulkindbetreuung enthalten, die in Isny über das Schülerhaus und verschiedene Kindergärten abgedeckt wird.