Bundesweiter Warntag – Information für die Bürgerinnen und Bürger


am 02.09.2020 von Barbara Rau

Am Donnerstag, 10. September, ist erstmals bundesweiter Warntag in Deutschland. Dazu werden sämtliche Warnmittel erprobt. Zeitgleich um 11 Uhr wird in allen 16 Bundesländern und in allen Landkreisen und Kommunen Probealarm ausgelöst.

Eingesetzt werden alle Warnmittel, wie beispielsweise Sirenen und Lautsprecherwagen. Mit der Warn-App NINA (Notfall-, Informations- und Nachrichten-App des Bundes) wird eine Probewarnmeldung versendet. Ziel ist, dass sich die Bevölkerung mit allen Warnmeldungen in Notlagen auskennt, diese richtig einordnen kann und weiß, was dann zu tun ist. Zuständig sind auf Bundesebene das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), auf der Ebene der Länder die jeweiligen Innenministerien und auf der Ebene der Kommunen, die für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden. Künftig wird dieser Warntag immer am zweiten Donnerstag im September stattfinden.

Sirenengeheul ist Weckruf

Größere Schadensereignisse und Gefahrenlagen können Sicherheit und Gesundheit sowie das Eigentum gefährden. Eine rechtzeitige Warnung kann unter Umständen Schlimmeres verhindern. Gewarnt wird beispielsweise vor Naturgefahren wie Hochwasser oder Erdbeben, vor Unwettern, wenn irgendwo Schadstoffe oder Radioaktivität austreten, wenn die Versorgung mit Wasser oder Energie ausfällt, vor Krankheitserregern, Großbränden, Waffengewalt und Angriffen und auch vor akuten Gefahren wie Bombenentschärfungen. Bund, Länder, Kommunen, der deutsche Wetterdienst oder Hochwasserportale warnen über die unterschiedlichsten Kanäle und Verbreitungswegen: Radio, Fernsehen, Internet, Warn-Apps wie NINA, Soziale Medien, Sirenen, Lautsprecherwagen und digitale Werbetafeln. Der Heulton von Sirenen soll dabei eine Art Weckruf sein. Mit jeder Warnung erhalten die Menschen in der Regel sofort Empfehlungen, was sie zu ihrem Schutz tun können und wo sie weitere Informationen bekommen.
In Isny wird für den 10. September die Sirene auf dem Rathaus reaktiviert. Diese wurde seit 1991 nicht mehr benutzt. Um 11 Uhr erfolgt der auf- und abschwellende Heulton „Warnung“ und anschließend der einmütiger Dauerton „Entwarnung“. Sirenen wird heute wieder eine wichtigere Rolle bei der Warnung der Bevölkerung zugemessen. In der Verwaltung wird bereits intern darüber beraten, was es für Möglichkeiten gibt, die örtlichen Warntechniken zu optimieren.

Info: Warntag am Donnerstag, 10. September 11 Uhr. Mehr dazu unter warnung-der-bevoelkerung.de