Bürgermeister Rainer Magenreuter zu Weihnachten und zum Jahreswechsel


am 18.12.2021 von Barbara Rau

Liebe Isnyerinnen und Isnyer, liebe Leserinnen und Leser, vor 12 Monaten haben wir vom Jahr 2020 als Corona-Jahr gesprochen und sind davon ausgegangen, dass wir bald wieder in der Normalität leben können, u.a. da der Impfstoff in Reichweite war. Wie wir jetzt wissen, war auch 2021 ein Corona-Jahr.

Obwohl wir in Isny viele Impftermine organisiert haben und mein Eindruck war, dass wir alle sehr vorsichtig waren. Großveranstaltungen wie das Kinder- und Heimatfest wurden nur mit ei-nem winzigen Ersatzprogramm für Kinder gefeiert, mit den Feierabendmärkten oder auch dem Isny Opernfestival und dem Theaterfestival haben wir uns aufs Freie beschränkt. In den Schulen und Kitas wurde und wird getestet und so gut wie irgend möglich der Alltag bewältigt. Leider ist die Lage nun schlimmer denn je.

p(h3).Ein großes Dankeschön

Zuerst möchte ich allen von Herzen danken, die über so lange Zeit in der Pandemie ihr Bestes gegeben haben, um die Situation zu verbessern und sich immer noch täglich einsetzen. Ganz vornedran das Pflegepersonal, die Ärztinnen und Ärzte und die weiteren Mitarbeiter*innen in den Praxen, Krankenhäusern und Pflegeheimen. Ich denke aber auch an alle, die von der Pande-mie betroffen sind. Zum einen an die Patient*innen und diejenigen, die Angehörige verloren ha-ben, zum anderen an alle, die durch Corona in ihrer Arbeit eingeschränkt sind und vor einer un-sicheren Zukunft stehen, Einzelhändler, Gastronomen, Kulturschaffende und viele mehr.
In Isny hat sich trotz allem 2021 sehr viel getan. Es wurden Wohnungen gebaut, ob im Mitte-lösch oder am Stephanuswerk. Der Rohbau des neuen Schulzentrums ist im zeitlichen Rahmen fertiggestellt, die Hofstatt gestaltet und der DRK Kindergarten umgebaut und erweitert worden. Unsere Mobilitätszentrale im Kurhaus mit Bahnschalter startete im Januar, wird gut angenom-men und ist einer von vielen Beiträgen zum Klimaschutz. Dank einer Umfrage wissen wir nun, was unseren Bürgerinnen und Bürgern in Sachen Mobilität wichtig ist.
Ein Glücksfall für uns war die Möglichkeit, das Klosterarchiv zu kaufen. Über 1000 Jahre Ge-schichte der Stadt sind darin geborgen. Zum Bestand gehört auch das wertvolle „Notker-Fragment“ eine Klosterhandschrift zur Berechnung des Ostertermins aus dem 11. Jahrhundert. Bis wir eine adäquate Unterbringung für das Klosterarchiv – aber auch ein neues Stadtarchiv - geschaffen haben, verwahrt das Kreisarchiv diese Schätze für uns. Erfolgreich war die Suchkam-pagne nach Ärzten und Ärztinnen zur Nachfolgeregelung Isnyer Praxen, für die sich die Stadt mit professioneller Hilfe eingesetzt hat. Gefreut hat uns alle auch der Förderpreis für das Projekt „Büchermoos“ der Stadtbücherei, mit dem eine Ecke der Bücherei zum Naturerlebnisraum wird.
Sehr langjährige und in der Bevölkerung bekannte Mitarbeiter*innen haben wir in den verdien-ten Ruhestand verabschiedet: Bauamtsleiter Claus Fehr, Anita Gösele vom Sachbereich Kinder, Jugend, Familien, Senioren und Bildung, Stadtkassenleiterin Rita Rist und Ortschaftssekretärin Monika Bareth (Beuren). Die Nachfolge ist in jedem Fall gut besetzt. Nicht zuletzt haben wir zwei Wahlen (Landtag und Bundestag) gestemmt, was jedes Mal einen enormen Aufwand be-deutete und was ohne die vielen ehrenamtlichen Wahlhelfer*innen nicht zu stemmen wäre.
Die finanzielle Situation der Stadt wird mit dem Fortschreiten der Pandemie nicht einfacher, aber ich denke, die Verwaltung hat zusammen mit dem Gemeinderat dafür gute Kompromisse gefunden. Da heißt es zusammenstehen und akzeptieren, dass nicht alles, was wünschenswert wäre, auch möglich ist.

Ausblick auf 2022

Für 2022 steht als eine zentrale Baustelle die Gestaltung des Marktplatzes an, die Aufträge dafür sind bereits vergeben. Auf diese Umsetzung freue ich mich ganz besonders, zum einen, weil der Marktplatz, die zentrale gute Stube der Stadt, richtig toll wird und zum zweiten, weil wir damit die seit fast 15 Jahren laufende Stadtsanierung der Südlichen Altstadt abschließen können. Au-ßerdem wurde 2021 der Neubau des Kindergartens Rohrdorf beschlossen. Die Sanierung der Ar-genbrücke beim Maxhof ist fürs Frühjahr geplant, damit endlich ein beliebter Wanderweg wieder durchgängig wird – um nur ein paar Aufgaben für das nächste Jahr zu benennen.
Das Wichtigste fürs nächste Jahr ist aber, dass wir alle gesund bleiben und wir bald wieder zur Normalität zurückfinden können. Das wirksamste Mittel dafür ist nach wie vor, sich impfen und boostern zu lassen. Jetzt dürfen wir uns aber erst einmal auf die Feiertage freuen, auch wenn wir diese wieder im sehr kleinen Kreis feiern sollten. Ich wünsche uns allen dennoch ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und für 2022 Gesundheit, Optimismus und Zusammenhalt.

Ihr Rainer Magenreuter
Bürgermeister