Auf dem Marktplatz starten die Arbeiten


am 26.02.2022 von Barbara Rau

Wer ein schönes Wohnzimmer haben will, muss erst einmal renovieren. Nicht anders geht es der Stadt Isny mit ihrem Marktplatz. Damit der zur guten Stube Isnys werden kann, müssen erst einmal die Bagger ran. Die Archäologen beginnen am 1. März.

Ab 7. März ist die Bergtorstraße voll gesperrt, weil hier mit den Tiefbauarbeiten begonnen wird. Zuerst wird der Asphalt abgetragen. Weil unter anderem die gesamte Glasfaserinfrastruktur verlegt wird, erfolgen die Bauarbeiten auf der gesamten Breite der Straße. Die Tiefbaufirma braucht zudem Platz für ihre Baustelleneinrichtung. Deshalb kann kein Verkehr durchgelassen werden. Bis Mitte/Ende April soll dieser Abschnitt auf einer Fläche von rund 450 Quadratmetern gepflas-tert und wieder nutzbar sein.
Unter dem Marktplatz schlummert die frühe Stadtgeschichte Isnys. Das haben die Archäologen bei ihren Grabungen 2019 schon auf einer größeren Fläche zutage gefördert. Ein paar ungeprüfte Stellen gibt es aber noch. In vier Abschnitten vom Eingangsbereich der Wassertorstraße über die Kurve auf der Ostseite und vor dem Paul-Fagius-Haus werden sie nach und nach nochmals tätig.

Löcher für die Archäologen

Am 1. März wird das erste, etwa 0,8 Meter tiefe Loch für die Archäologen direkt am Eingang der Fußgängerzone gegraben. Erkennbar ist die Stelle auf dem Pflaster an den rosa Vermessungspunkten. „Für jede dieser Flächen ist vorgesehen, dass die Archäologen das Gefundene aufnehmen und die Grabung anschließend sofort wieder zugeschüttet und provisorisch gekiest wird“, erklärt Markus Lutz vom Tiefbauamt. Eine Andienung von Lieferverkehr in der Wassertorstraße wird auch bei der ersten Grabung möglich sein.
Vor allen Bauabschnitten auf dem Marktplatz wird die Bevölkerung in Zusammenarbeit mit dem Büro für Stadtmarketing informiert. Betroffene Geschäftsleute rund um den Marktplatz werden persönlich angeschrieben. „Es ist uns sehr daran gelegen, in einem guten Miteinander diese nicht unerheblichen Behinderungen zu meistern. Aber wir freuen uns ja alle auf einen wunderschönen Marktplatz, dafür sind die Bauarbeiten unumgänglich“, sagt Bürgermeister Rainer Magenreuter.