Allgäuer Glasregion Adelegg präsentiert sich auf der Festwoche in Kempten


am 17.08.2022 von Barbara Rau

Im Haus der Allgäuer Werte konnten sich interessierte Besucher der Festwoche Kempten über die Adelegg, ihre einmalige Landschaftsgeschichte und ihren besonderen Naturschutzwert informieren. Adelegg-Ranger Tobias Boneberger betreute dort einen Stand und berichtete über seine Tätigkeiten als Ranger.

Der 2011 gegründete Verein Allgäuer Glasregion Adelegg ist ein Zusammenschluss aller Adelegg-Gemeinden: Altusried, Buchenberg, Isny, Leutkirch, Weitnau und Wiggensbach. Die Kommunen arbeiten in diesem Verein zusammen, um die Schutzgüter der Adelegg zu erhalten. Dazu wird eine nachhaltige Tourismusstrategie für die Region entwickelt, die diesen wertvollen Naturraum nicht beeinträchtigt.
Doch – wie der Name schon verrät – spielt auch die Geschichte der Adelegg als historische Region der Glasherstellung eine wichtige Rolle in dem Verein. Denn die Glasmacher und ihr gewaltiger Holzbedarf gaben dieser Landschaft erst ihr heutiges Gesicht. Die einzigartige Vergangenheit des wilden Berglandes soll lebendig bleiben und vermittelt werden.

Wieviel Holzscheite für ein Gläschen?

So lockte auch auf der Allgäuer Festwoche ein spannendes Glas-Rätsel Besucher zum Stand der Glasregion Adelegg: Ein kleines Trinkglas wurde hier ausgestellt, daneben war ein großer Stapel Holz. Besucher waren nun aufgefordert aufzustapeln, wie viel von diesem Holz die historischen Glashütten der Adelegg wohl benötigt hätten, um jenes Gläschen aus Quarz zu schmelzen und in Form zu bringen.
Die Lösung: Für gerade einmal 100 g Glas wären 60 Holzscheite von dem Stapel nötig gewesen. Hätten Sie richtig geraten?
Zu den bisherigen Erfolgen des Vereins Allgäuer Glasregion Adelegg gefragt, meint Ranger Boneberger: „Gerade im Bereich Besucherlenkung haben wir in den vergangenen Jahren bereits einiges erreicht.“ Eine neue Wander- und Radkarte, sowie neue Wandertafeln im Gelände seien entwickelt worden. Um in Sachen Naturschutz bessere Aufklärungsarbeit leisten zu können habe sich der Verein zudem der Kampagne „Dein Freiraum. Mein Lebensraum“ aus dem Naturpark Nagelfluhkette angeschlossen.
„Aktuell arbeiten wir intensiv an einem neuen Themenweg zur Glasmachergeschichte der Adelegg. Ab nächsten Sommer soll dann unser kleiner Glasgeist Besucher als Maskottchen über den nach ihm benannten Glasiusweg durch das Kreuzthal begleiten und Kindern wie Erwachsenen die faszinierende Epoche der Glasmacherei in der Adelegg näherbringen. Natürlich mit viel Spiel- und Rätselspaß.“

Text: Tobias Boneberger