CarSharing & RideSharing

CarSharing

Wer nur gelegentlich ein Auto braucht, für den könnte CarSharing eine sinnvolle Option sein. Auch für Gäste, die nicht mit dem eigenen PKW anreisen, bietet CarSharing ein attraktives Zusatzangebot zum ÖPNV und Fahrrad. Das Prinzip ist einfach: Man reserviert ein Auto seiner Wahl im Internet, per App oder telefonisch, holt es an einem Stellplatz des Anbieters ab, fährt solange und soweit man will und gibt es wieder am Stellplatz zurück. CarSharing ist eine umweltfreundliche Alternative zum eigenen Auto. Es trägt zu lebenswerteren Städten bei, denn ein stationsbasiertes CarSharing-Auto ersetzt bis zu 10 private Pkw. Der Flächengewinn verschafft Kommunen mehr Spielraum für Fußgänger, Radfahrer, mehr Grün oder Spielplätze.

Wer nur hin und wieder ein Auto braucht, für den ist CarSharing zudem häufig günstiger als ein eigenes Auto. Für Haushalte mit mehreren Autos ist es eine Überlegung, den seltener genutzten Zweitwagen durch CarSharing zu ersetzen. Was beim Vergleich Privat-Pkw und CarSharing oft vergessen wird: Zu den Kosten eines Pkw zählen neben den Tankkosten auch Reparaturkosten, Steuern und Versicherungen sowie insbesondere der kontinuierliche Wertverlust. Eine Autokosten-Studie aus dem Jahr 2020 belegt, dass diese Kosten deutlich unterschätzt werden (für Reparaturen um 53 Prozent, für Steuern und Versicherungskosten um 45 Prozent, für Tanken um 21 Prozent).

Der Bundesverband CarSharing empfiehlt drei Grundregeln, um abzuschätzen, ob CarSharing das passende Mobilitäsangebot für einen ist:

  • Vom CarSharing profitiert, wer mit dem Auto keine täglichen Wege zurücklegen muss. Braucht man das Auto beispielsweise für die Fahrt zu Arbeit, dann macht CarSharing meist keinen Sinn.
  • Die jährliche Fahrleistung sollte 10.000 km - also rund 27 Kilometer pro Tag - nicht überschreiten. Bei höheren Fahrleistungen ist CarSharing oft teurer als ein eigenes Auto.
  • CarSharing lohnt sich vor allem für jene, die auch Bus, Bahn und das Fahrrad nutzen können und wollen.

CarSharing in Isny

Unter der Marke WestAllgäuMobil stehen in Isny drei Fahrzeuge zur Nutzung bereit. Ein Opel Corsa, ein Opel Astra Kombi und ein Bus (Neunsitzer). CarSharing Bodensee kooperiert mit dem Verkehrsverbund bodo, mit Flinkster (CarSharing-Angebot der Deutschen Bahn) und mit Mobility (Anbieter in der Schweiz).

Wie funktioniert das?
Es gibt zwei Nutzungsvarianten:

  • Eine Vereinsmitgliedschaft
  • Eine EinfachMobil-Registrierung

Wo genau stehen die Fahrzeuge?
In Isny gibt es ein stationsbasiertes CarSharing mit festen Abhol- oder Rückgabestellen für das jeweils gebuchte Fahrzeug. Zur Zeit gibt es folgende Standorte:

  • Busbahnhof - Grabenweiher (Opel Corsa und Opel Astra)
  • Feuerwehr/Rainstraße (Mercedes Sprinter Bus)

Wie buche und öffne ich ein Fahrzeug?
Die Buchung erfolgt über die Internet-Seite, über die Flinkster-Handy-App oder über die Telefonzentrale von CarSharing Bodensee. Geöffnet wird das Fahrzeug mit der eigenen Chipkarte.

Was kostet mich das?
Bezahlt wird nur die tatsächliche Nutzung des Fahrzeugs (abgerechnet nach Zeit und Kilometern). Die Zeit wird in 15min genau berechnet. Ab 22 bis 6 Uhr früh zahlen Sie nur für die Strecke. Alle Kosten sind im Fahrpreis inbegriffen - auch Benzin. Versicherung, Autopflege, Werkstatt, TÜV, Wartung, Reifenwechsel und alle anderen Pflichten übernimmt der CarSharing-Anbieter.

Bei Variante 1 (Vereinsmitgliedschaft) bezahlen Sie 10 EUR pro Monat und Haushalt (Vereinsbeitrag). Sie hinterlegen einmalig eine Kaution von 450 EUR und erhalten dafür eine eigene Chipkarte. Bei Variante 2 (EinfachMobil) gibt es keinen monatlichen Beitrag. Sie bezahlen einmalig für die Registrierung 30 EUR und haben dafür etwas höhere Zeitkosten. Für die Chipkarte hinterlegen Sie eine Kaution von 20 EUR.
Übrigens: Als Bodo-Kunde (Abonnement) fällt nur eine Kaution von 300 EUR und keine Anmeldegebühr an. Zudem haben Sie die Wahl zwischen einem 10 prozentigen Rabatt auf alle Fahrten oder einer um die Hälfte reduzierten monatlichen Mitgliedsgebür (5 EUR).

RideSharing

Beim RideSharing werden einzelne oder regelmäßige Fahrten als Mitfahrgelegenheit angeboten. Die Mitfahrer beteiligen sich dabei an den Fahrtkosten. Organisiert wird das meist bequem und flexibel per App. Gerade für Pendler, die regelmäßig bestimmte Strecken zwischen Wohn- und Arbeitsort fahren, gibt es hier inzwischen viele nutzerfreundliche Angebote wie beispielsweise das Pendlerportal, TwoGo oder das regionale Leutkircher Angebot Zammefahre!.

RideSharing spart Kraftstoffkosten, trägt zur CO2-Reduktion bei und schont so die Umwelt. Zudem reduziert es das Verkehrsaufkommen und den benötigten Parkraum. Staus werden vermieden und die Lebensqualität vor Ort wird gesteigert, indem Flächen für andere Zwecke nutzbar werden.

Infos & Kontakt

CarSharing am Bodensee e.V.
+49 7541 489340
info@bodenseemobil.de
www.bodenseemobil.de

Nutzungsbedingungen

Kilometerpauschale:Opel Corsa: 0,30 Euro
Opel Astra: 0,33 Euro
Neunsitzer: 0,39 Euro
Zeitpauschale:
(22 bis 6 Uhr frei)
Opel Corsa: 2 Euro pro Std.,
max. 20 Euro pro Tag
Opel Astra: 2,50 Euro pro Std.,
max. 25 Euro am Tag
Neunsitzer: 3 Euro pro Std.,
max. 30 Euro pro Tag
Mitgliedsbeitrag:10 Euro pro Monat
Kaution:Das Mitglied hinterlegt beim Verein eine rückzahlbare Kaution in Höhe von 450 Euro (1 Chipkarte)

Für Vielfahrer und bodo-Abonnenten gibt es Rabatte.

Mehr Informationen zum Thema CarSharing

Bundesverband CarSharing e.V.

Mobilitätszentrale und DB-Agentur Isny