Wassertor

Das Wassertor wird 1337 erstmals erwähnt. Der heutige Bau stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Das erste Geschoss über der Durchfahrt, durch das man heute über eine nach innen verlegte Treppe den Turm hinaufsteigt, war ein Gefängnis. Es besaß als einzigen Zugang in der Decke eine Öffnung, durch welche der Gefangene an einem Seil „abgehaspelt“ wurde.

Eine in Fresko ausgeführte Kreuzigungsgruppe befindet sich inmitten von Wandmalereien und Kritzeleien, die von Gefangenen hinzugefügt wurden, versehen mit Jahreszahlen des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts.

Wie die anderen Stadttore war das Wassertor mit einem Türmer besetzt, dessen Stübchen heute Bestandteil des Wassertor-Museums ist. Im hölzernen Glockenstuhl mit barocker Zwiebelhaube (18. Jahrhundert) hängt eine fünf Zentner schwere Glocke von 1643.