Gottesackerkapelle St. Josef

Die Gottesackerkapelle St. Josef ist ein Rundbau aus dem 18. Jahrhundert. Anlass für die Erbauung der Friedhofskapelle war der Konflikt zwischen dem katholischen Benediktinerkloster und der evangelischen Freien Reichsstadt. Die Bürger der Stadt hatten den Katholiken untersagt, die Leichen mitten durch die Stadt mit einer Totenfahne, die das Fegefeuer zum Thema hatte, zum Friedhof in der Kemptner Straße (Bufflers Garten) zu begleiten. 

Außerhalb der Stadtmauern wurde das Kloster in der katholischen, ehemals bäuerlich geprägten Vorstadt auf der Suche nach einem Kirchhof fündig. Das Bildprogramm zum Thema Himmel und Hölle zeichnet anschaulich die Schrecken und Segnungen auf dem Weg ins Jenseits. Die barocke Architekturmalerei von Kunstmaler und Mesner Franz Anton Dick aus Ratzenried schafft mit Säulen und Schatten eine exzellente Raumwirkung. 

Die Kapelle wird restauriert und ist derzeit geschlossen.