Aktuell
Bürgerentscheid
"Neues Stadttor Isny"
am 05. Feb. 2012
[Zum Abstimmungsergebnis...]
Broschüre mit Informationen zum Bürgerentscheid
(pdf-Datei, 789 KB)
Zukunftswerkstatt Isny
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Nähere Infomationen
zum Projekt "Neues Stadttor Isny" finden Sie auch unter www.neuesstadttorisny.de
Pressematerial
und Pressestimmen
Texte, Berichte und Präsentationen zur Architektur, zu Peter Zumthor, zur Entwurfspräsentation und Stimmen aus der örtlichen Presse [mehr...]
Bildergalerie
Fotos der Präsentation, der Ausstellung und der Modelle von Peter Zumthor [mehr...]
Kontakt
Stadt Isny im Allgäu
Wassertorstraße 1-3
88316 Isny im Allgäu
Tel. 07562 984-112
Fax 07562 984-400
info@isny.de
Zur Architektur
Erläuterungen von Peter Zumthor:
Neues Stadttor Isny - Bühne und Stadtcafé
Die Stadt Isny soll ein neues Wahrzeichen erhalten. Dort, wo bis in das Jahr 1830 das Obertor stand, soll ein neues Tor zur Stadt entstehen, ein Zeichen des Willkommens, ein Gebäude, das die Lücke beim Eingang in die Altstadt schließt, die der Abbruch des markanten alten Tores hinterließ.
Das neue Stadttor ist ein Turm. Es ist ein neuer Turm im Konzert der Türme, die das Stadtbild von Isny prägen. Mit seinen 35 m Traufhöhe übernimmt er die Höhe des abgegangenen Torturmes und wie dieser verfügt er über einen weich geschwungenen oberen Abschluss, eine Halbkugel, die sich bei näherer Betrachtung als kugelförmiger Körper erweist, der von oben in die schlanke Hohlform der neuen Turmschale eingelegt ist.
Der neue Turm ist aus massiven "Glasziegeln" aufgebaut. Stein um Stein, im Verband gemauert und vermörtelt, wie die alten Häuser und Türme der Stadt. Das Glassteinmauerwerk ist 50 cm dick. Ringförmig aufgemauert und hochgezogen entsteht eine große vasenförmige Hohlform. Drei schlanke, röhrenförmige Füße weiten sich, beginnen sich zu berühren und vereinigen sich ganz oben, dort, wo die abschließende Kugel eingelegt ist, zu einer einzigen Hohlform. Die Schale des Turmes ist ein gläsernes Gefüge mit unendlich vielen Facetten, in denen das Licht sich bricht und spiegelt. Es wirkt leicht und kraftvoll, mineralisch und kristallin. Das durchscheinende Glas gewährt wechselnde Einblicke und Durchblicke von außen nach innen und von innen nach außen, am Tag und in der Nacht.
Den Turm betritt man vom portalartig gedeckten kleinen Platz zwischen den drei gläsernen Füßen zu ebener Erde. Von dort führen Aufzug und Treppen nach oben.
Herzstücke des Innenlebens des Turmes sind das Auditorium, ein geschlossener Raum aus Holz für gut 120 Personen, der sich in der Turmkugel verbirgt und das direkt darunter liegende Foyergeschoß, das den ganzen Grundriss des Turmes ausfüllt. Ein spektakulärer Raum.
Die Unterseite der Bühnenkugel bildet die Decke, man genießt, 23 Meter über Boden, die Aussicht über die Stadt. Hier finden sich Bar, Café, Aussichtsbalkone… .Ein Geschoß tiefer sind Serviceräume angeordnet.
Das Auditorium im Inneren der Turmkugel hat die Form einer abgetreppten Schale aus Holz. Ansteigende Sitzstufen umgeben eine nierenförmige Spielfläche im Zentrum. Die Akustik des Raumes ist auf gute Sprachverständlichkeit und Kammermusik ausgelegt. Der architektonische Rahmen ist intim. Lesungen, Konzerte und Theater mit kleinen Besetzungen, Tanzveranstaltungen, aber auch Diskussionsveranstaltungen, festliche Firmen- oder Familienanlässe oder auch Veranstaltungen, die einer Clubatmosphäre bedürfen, können hier stattfinden. Die zentrale Spielfläche kann gehoben und gesenkt werden. Diese Vorrichtung erlaubt es, die Spielfläche anzuheben, mit der untersten Sitzstufe bündig zu setzen und sie so für besondere Anlässe zu vergrößern. Fährt man die Bühne nach unten, werden die Requisitenräume der Unterbühne zugänglich.
Wie kann man die Glaswände der Turmschale im Sommer kühlen und im Winter ausreichend dämmen?
Die Ingenieure schlagen vor, mit dem Konzept der "solargestützten passiven Dämmung" zu arbeiten, bei dem die Fähigkeit der 50 cm dicken Glaswand genutzt wird, die Wärmeeinstrahlung der Sonne fast vollständig aufzunehmen. Wasserführende Rohre sind in die Wand eingearbeitet, die die eingesammelte Wärme und bei Bedarf auch Wasser zum Kühlen transportieren. Sonden, mit denen der Erde im Winter Wärme entzogen und im Sommer zurückgegeben wird, liegen samt der dazugehörigen Wärmepumpe im Fundamentbereich des Turmes.
[Nähere Informationen zum Architekt Peter Zumthor...]
